S’illot

Der Ortsname ist auf eine vorgelagerte Felseninsel zurückzuführen, dem Wahrzeichen der Region.

Der Ferienort gehört zum Ferienareal Cala Millor sowie der Landschaftszone Llevant.

Der nördliche Ortsteil von S’illot gehört zur Gemeinde Sant Llorenc des Cardassar und der stärker besiedelte, südliche Ortsteil zur Gemeinde Manacor.

Beide Ortsteile werden durch den Wildbach Torrent de Ca n’Amer getrennt, über den eine Brücke führt.

Bis zum Flughafen von Palma de Mallorca sind es circa 65 Kilometer und bis Manacor circa 16 Kilometer.

Der Ferienort bietet eine Mischung aus kleinem, feinen Sandstrand, geschichtlichen Sehenswürdigkeiten sowie verschiedenen Sport- und Freizeitangeboten.

Neben zahlreichen Busverbindungen gibt es einen Minizug , der Urlauber in die verschiedenen Orte der Urlaubsregion bringt.

Geschichtlicher Überblick

Der Ort existierte lange bevor es die ersten Wohn- und Hotelgebäude in der Region gab.

Im Zentrum von S’illot befindet sich eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Insel, was die monumentale Vielfalt und die lange historische Entwicklung anbelangt.

Die ältesten Siedlungsbereiche reichen bis 1100 vor Christi zurück.

Zumindest bis zur Römerzeit um 200 vor Christi existierte der Ort als Stadt. Damals lebten ungefähr 200 Einwohner in der Region, die sich mit Landwirtschaft beschäftigten.

Neben der Schweine- und Schafhaltung hatte die Jagd eine große Bedeutung.

Mitten in der Siedlung befand sich ein Talaiot (= dickwandiger Turm), der das Zentrum von 35 Wohnstätten bildete, die von einer Stadtmauer umgeben waren.

Um 123 vor Christi führte die Kolonialisierung der Römer zu einer Entkolonialisierung der Siedlung.

Einer historischen Hypothese nach, die nicht bestätigt ist, landeten die damaligen Siedlungsbewohner an den Stränden von Cala Millor und Sa Coma.

Um sich als Ferienort etablieren zu können, wurde 1948 die Grundstücksteilung von Ca n’Amer de S’illot genehmigt. Die Urbanisierung setzte ab 1950 ein und bis 1965 wurden die ersten Hotels errichtet.

Der Strand von S’illot

Der kinderfreundliche Strand besteht aus zwei Buchten und ist insgesamt circa 350 Meter lang und circa 35 Meter breit.

Es werden Sonnenschirme und -liegen angeboten und Duschen sind ebenfalls am Strand vorhanden.

Der Sand ist hell und fein, das Meer klar und flach abfallend.

Allerdings sind bei Ostwind große Wellen möglich, daher wird der Strand während der Hochsaison von Rettungsschwimmern bewacht.

In kurzer Zeit kann man zur vorgelagerten Felseninsel schwimmen.

Am Südende des Strandes befindet sich eine kleine Hafen mit einer Schiffsanlegestelle.

Die Uferpromenade geht nahtlos in den Ferienort Sa Coma über, der zu Fuß gut erreichbar ist.

Freizeitangebote

Am Strand werden Wassersportaktivitäten wie Kajak fahren oder Tauchkurse in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten.

Neben Schnorchelausflügen ist die Besichtigung der Piratenhöhle ein Highlight bei unerfahrenen wie erfahrenen Tauchern.

Der Canyamel Golf Club ist für seine tückischen und pfeilschnellen Greens berühmt-berüchtigt.

Bei Hobbygolfern gelten diese als die am schwierigsten zu spielenden Greens auf der gesamten Ferieninsel.

Auf dem Golfplatz gibt es so gut wie keine ebenen Flächen, sodass der Golfball beim Putting auch schon mal über das Loch hinweg rollt.

Interessante Dinge in S’illot und Umgebung

Das Tropfsteinhöhlensystem Coves del Drac (= Drachenhöhle) liegt nur wenige Kilometer südlich von S’illot und erstreckt sich über 1.700 Kilometer.

In der Drachenhöhle befindet sich der größte unterirdische See Europas, der Llac Martel. Regelmäßig finden in der Drachenhöhle Musikveranstaltungen statt.

Punta de n’Amer ist eine circa 200 Hektar große Halbinsel.

Das Naturschutzgebiet liegt zwei Kilometer nördlich von S’illot zwischen Cala Millor und Sa Coma.

Neben ausgiebigen Wanderungen können ein kleines Museum und ein 1696 erbautes Kastell besichtigt werden.

Ein Aussichtspunkt bietet einen atemberaubenden Blick über die Bucht von Cala Millor.

Wenige Kilometer entfernt von Sa Coma befindet sich der 40 Hektar große Safaripark.

Hier ist eine individuell gestaltete Safari mit dem eigenen Pkw oder parkeigenen Fahrzeugen möglich. In der freien Wildbahn können vor allem afrikanische Steppentiere beobachtet werden.

Weiterhin gibt es zwei Showbühnen, eine Gaststätte sowie einen kleinen Zoo mit Elefanten und Raubtieren.

Regelmäßige Veranstaltungen in S’illot

Jedes Jahr findet am zweiten Wochenende im September die Fiestas de S’illot statt.

Ein Höhepunkt ist das Feuerwerk, das vom Strand aus beobachtet werden kann.

Die Fiestas del Turista findet immer am letzten Wochenende im September statt, ursprünglich um die Sommersaison gemeinsam mit den Touristen zu verlängern.

5/5 - (5 votes)