Jürgen Albers

Jürgen Albers wurde am 22. September 1961 in der kleinen Stadt Würselen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Den größten Teil seiner Kindheit verbrachte er in Internaten im Sauerland, da seine Mutter und die katholische Kirche ihn misshandelten.
Schon in jungen Jahren war er fest entschlossen, etwas aus sich zu machen.
Im Alter von 18 Jahren wurde er schwer krank, aber das hielt ihn nicht davon ab, als Taxifahrer in Nachtclubs zu arbeiten. Er lernte schnell das Nachtclub-Geschäft kennen, und besaß selbst als erfolgreicher Nachtclubbesitzer eine Diskothek in Belgien.
Als Nachtclub- und Casinobesitzer erkannte er schnell, dass dieser Lebensstil nicht tragbar war und beschloss, an der FH Aachen Maschinenbauingenieur zu studieren. Von da an führte er ein Doppelleben – eines als aufrechter Bürger und Familienvater und eines als kriminelle Unterweltfigur.

Doch dann machte er einen Fehler, der sein Leben für immer verändern sollte…

Jürgen ließ sich mit der kriminellen Unterwelt ein und schuldete schließlich einigen zwielichtigen Leuten eine große Summe Geld. Da er um sein Leben fürchtete, floh er 2013 nach Mallorca, um einen Neuanfang zu wagen.

Leben auf Mallorca mit der Diskothek “Karussell”

Im Jahr 2013 beschloss er, nach Mallorca, genauer gesagt: nach Cala Millor zu ziehen, um eine Diskothek direkt in Cala Millor wiederzubeleben.

Horst Blum, “der Discobauer” half ihm, diese Location wieder aufzubauen. Zusätzlich hat Jürgen Albers die Hilfe des bekannten Party- und TV-Stars Markus Becker in Anspruch genommen, der sein erfolgreiches Konzept “Partystadl Zum roten Pferd” für diesen Zweck zur Verfügung stellte. Diese Art von Location existierte damals bereits drei Jahren am Goldstrand in Bulgarien erfolgreich.
Die Familie investierte nicht weniger als 250.000 Euro in die Geschäftsidee.

In dieser Zeit war Jürgens Leben auf Mallorca sehr ereignisreich.

Obwohl der fleißige Unternehmer Tag und Nacht viel Arbeit in seinen Club steckte, blieben die Gäste am Ende fern! Jürgen Albers' Frau und Kinder blieben in der Zwischenzeit allein in dem gemieteten Haus zurück. Er glaubte damals, dass seine Ehe noch eine Perspektive hätte, wenn die nächste Saison wenigstens erfolgreich werden würde.
Die Diskothek wurde Anfang 2014 nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Markus Becker geschlossen und schließlich zwangsgeräumt.

Nicht nur sein Geschäftstraum scheiterte, sondern leider auch seine Ehe.

An seinem Tiefpunkt war Jürgen Albers' Club gescheitert, seine Frau hatte ihn verlassen und er hatte das Sorgerecht für seine Kinder verloren. Seine Frau beschloss, mit den beiden Töchtern wieder nach Deutschland zu ziehen.

Er versuchte sich an der Playa de Palma abermals mit einer Diskothek namens “One Life”, wo er wieder scheiterte.

Er stand vor einem Scherbenhaufen seiner Existenz. Aber konnte er sich den Weg zurück ins Leben erkämpfen?

Um den Goodbye-Deutschland-Auswanderer Jürgen Albers ist es seit einiger Zeit ruhig geworden. Jürgen lebt mittlerweile wieder in Deutschland. Wo er sein erstes Buch über sein wildes Leben veröffentlichte. Mit dem gleichnamigen Titel wie seine letzte Diskothek “Ein Leben – One Life (Heiße Miezen): Mein wildes Leben als Nachtclub- und Casinobesitzer”, erzählt er seine Autobiografie. Beruflich fasste er als KFZ-Sachverständiger wieder Fuss.

Der “Goodbye Deutschland”-Star hat leider nicht nur gute Nachrichten, sondern auch einige schlechte Nachrichten zu verzeichnen!

April 2016 überlebte er nur knapp eine schwere Lungenentzündung mit Organversagen. Wo er mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen musste.

Mitte September 2020 wurde er Opfer eines brutalen Überfalls. Durch den Einsatz von Reizgas wurde er mit einem Stauerhaken verprügelt. Albers wurde mit einer Kopfverletzung und Rippenprellungen ins Krankenhaus gebracht.
Albers' Überfall brachte ihn zu der Annahme, dass seine Vergangenheit etwas damit zu tun haben könnte.

Vermutlich war es ein erschreckendes Déjà-vu an seine Vergangenheit: Seine frühere Ehefrau wurde während des Mallorca Aufenthaltes nachts allein überfallen, verprügelt und fast vergewaltigt. Woraufhin sie nicht mehr auf Mallorca bleiben wollte.

Jürgens Leben durchwanderte eine Pechsträhne nach der anderen.

So kam es bei einer Razzia Ende Oktober 2021, dass das Haus des TV-Stars durchsucht wurde. Albers wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls in Gewahrsam genommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, Teil eines Drogenrings zu sein, der mit 436 Kilogramm Kokain im Wert von rund 43 Millionen Euro gehandelt haben soll. Bei der Durchsuchung wurden auch drei Schreckschusspistolen beschlagnahmt.

Der ehemalige Clubbesitzer steht derzeit zusammen mit vier Komplizen wegen eines schweren Drogenschmuggels vor dem Landgericht Aachen vor Gericht. Der Wahl-Mallorquiner soll Kontaktperson für eine belgische Gruppe gewesen sein, die seit Jahren in großem Stil in den internationalen Drogenhandel verwickelt ist.

Die Verhandlungsprozesse werden im Dezember 2022 abgehandelt, im drohen 15 Jahre Haft.

Fazit:
In den frühen 1990er Jahren war Jürgen Albers ein erfolgreicher Nachtclubbesitzer in Deutschland und Belgien. Er hatte alles – Geld, Ruhm und Frauen. Doch dann machte er den größten Fehler seines Lebens und ließ sich auf die kriminelle Unterwelt ein. Das führte dazu, dass er 2013 nach Mallorca flüchtete, um einen Neuanfang zu wagen. Leider lief für Jürgen nicht alles wie geplant. Seine Frau und seine Kinder verließen ihn, und die Disco, die er eröffnete, scheiterte kläglich. Doch Jürgen hat nie aufgegeben zu kämpfen. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft, nachdem er letztes Jahr mit Drogen in Verbindung gebracht wurde. In seinem Buch “Ein Leben – One Life (Heiße Miezen): Mein wildes Leben als Nachtclub- und Casinobesitzer”, erzählt Jürgen zum ersten Mal seine Geschichte. Es ist eine Geschichte von Verbrechen, Liebe und Verrat – und letztlich eine Geschichte der Hoffnung. Trotz aller Rückschläge hat Jürgen seinen Traum, auf Mallorca groß rauszukommen, nie aus den Augen verloren. Und wer weiß, vielleicht wird er ihn eines Tages verwirklichen.

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